- Gesundheit & Medizin
Wir nehmen uns Zeit für Sie
Um Wartezeiten zu vermeiden, führen wir unsere Praxis als Bestellpraxis.
Bitte vereinbaren Sie vor Ihrem Besuch einen Termin über Doctolib oder telefonisch unter:
Tel. 0385 57 56 586
NOTFÄLLE
Selbstverständlich behandeln wir Sie hier auch ohne Termin.
Bei akuten Beschwerden und Unfällen können Sie sich täglich ab 08:00 Uhr direkt in der Praxis anmelden.
Kontaktdaten
Chirurgische Praxis
Dr. med. Jens Iwe
Wittenburger Str. 20/22 Eingang Wittenburger Str. 20
19053 Schwerin
| Telefon: | +49 (385) 57 56 586 |
| Telefax: | +49 (385) 57 56 587 |
| E-Mail: | info@chirurgie-schwerin.de |
Kontaktformular
Gesundheitsbrief
unser Gesundheitsbrief erscheint monatlich und informiert Sie über neuste medizinische Erkenntnisse
Die Zusammenstellung Ihres Gesundheitsbriefes erfolgt themenbezogen nach Ihren Wünschen.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Solarien verdreifachen das Risiko für Hautkrebs
Die Nutzung von Solarien steht in Zusammenhang mit einem nahezu dreifach erhöhten Risiko, ein Melanom zu entwickeln. Forschende konnten erstmals zeigen, dass künstliche UV-Strahlung auf zwei Wegen wirkt: Sie steigert sowohl die Gesamtzahl der Mutationen in Melanozyten als auch die Ausbreitung krankheitsrelevanter Veränderungen über größere Zellbereiche als natürliches Sonnenlicht. Selbst in unauffälliger Haut ohne Muttermale fanden sich bei Solariennutzenden bereits DNA-Veränderungen, die als Vorstufen für Krebs gelten und die Anfälligkeit erhöhen.
Zur genaueren Untersuchung analysierte das Forschungsteam Melanomfälle bei Personen mit dokumentierter Solariennutzung. Die Häufigkeit von Melanomen lag in der Solariengruppe bei 5,1 %, verglichen mit 2,1 % bei Nichtnutzenden. Auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, familiärer Vorbelastung und Sonnenbränden blieb das Risiko deutlich erhöht. Zudem zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen Nutzungsintensität und Erkrankungsrisiko.
Auffällig war, dass Melanome bei Solariennutzenden häufiger an Körperstellen mit geringer natürlicher UV-Belastung auftraten und sie öfter mehrere Tumoren entwickelten. Ihre Hautzellen wiesen insgesamt mehr Mutationen sowie einen höheren Anteil krankhafter Zellveränderungen auf – besonders in weniger sonnenexponierten Bereichen wie dem unteren Rücken.
Da beim Solarium große Hautflächen intensiv bestrahlt werden, erhöht sich die gefährdete Körperoberfläche erheblich. Die Forschenden fordern daher strengere Regulierungen, etwa ein Nutzungsverbot für Minderjährige sowie deutliche Warnhinweise, ähnlich wie auf Zigarettenpackungen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarienstrahlung bereits als krebserregend der höchsten Kategorie ein. Auch verbreitete Annahmen, eine Vorbräune schütze vor Sonnenschäden, werden widerlegt: Gerade in sonst wenig belasteten Hautbereichen steigt durch Solarien die Mutationsrate und damit das Melanomrisiko deutlich an.
Geramin, P. et al.
Molecular effects of indoor tanning
Science Advances
12/2025