- Gesundheit & Medizin
Wir nehmen uns Zeit für Sie
Um Wartezeiten zu vermeiden, führen wir unsere Praxis als Bestellpraxis.
Bitte vereinbaren Sie vor Ihrem Besuch einen Termin über Doctolib oder telefonisch unter:
Tel. 0385 57 56 586
NOTFÄLLE
Selbstverständlich behandeln wir Sie hier auch ohne Termin.
Bei akuten Beschwerden und Unfällen können Sie sich täglich ab 08:00 Uhr direkt in der Praxis anmelden.
Kontaktdaten
Chirurgische Praxis
Dr. med. Jens Iwe
Wittenburger Str. 20/22 Eingang Wittenburger Str. 20
19053 Schwerin
| Telefon: | +49 (385) 57 56 586 |
| Telefax: | +49 (385) 57 56 587 |
| E-Mail: | info@chirurgie-schwerin.de |
Kontaktformular
Gesundheitsbrief
unser Gesundheitsbrief erscheint monatlich und informiert Sie über neuste medizinische Erkenntnisse
Die Zusammenstellung Ihres Gesundheitsbriefes erfolgt themenbezogen nach Ihren Wünschen.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Kraft- und Ausdauertraining: Gut für Frauenherzen
Zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen gelten als herzgesund. Welchen zusätzlichen Nutzen Krafttraining für das Herz-Kreislauf-System von Frauen hat, war bisher jedoch weniger gut erforscht. Ein Forschungsteam hat diese Frage nun untersucht. Dafür werteten die Forschenden Daten von 117.025 Krankenschwestern aus zwei großen US-Langzeitstudien aus. Zwischen 2002 und 2020 machten die Teilnehmerinnen regelmäßig Angaben zu ihren sportlichen Aktivitäten und ihrer Fernsehzeit, die als Maß für langes Sitzen diente. Während der durchschnittlich 14,5 Jahre dauernden Beobachtung traten 5.459 schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse auf, darunter tödliche und nicht tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch Eingriffe an verengten Herzkranzgefäßen wurden berücksichtigt.
Die Auswertung zeigte, dass Krafttraining mit einem geringeren Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden war. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Herzinfarkten. Er blieb auch bestehen, nachdem Faktoren wie Körpergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen berücksichtigt worden waren, fiel dann allerdings schwächer aus. Für Schlaganfälle zeigte sich dagegen kein entsprechender Zusammenhang. Eine mögliche Erklärung ist, dass Krafttraining vor allem Prozesse beeinflusst, die die Herzkranzgefäße betreffen, während Schlaganfälle zahlreiche unterschiedliche Ursachen haben können.
Besonders günstig schien die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining sowie wenig Sitzen zu sein. Frauen, die mindestens 150 Minuten pro Woche mit mittlerer bis hoher Intensität Ausdauertraining machten und weniger als zwei Stunden täglich fernsahen, hatten ein um 27 % niedrigeres Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse als Frauen, die keine dieser Empfehlungen erfüllten. Kam mindestens eine Stunde Krafttraining pro Woche hinzu, lag das Risiko sogar 40 % niedriger.
Allerdings beweist die Studie nicht, dass Krafttraining direkt für das geringere Risiko verantwortlich ist. Sie zeigt lediglich einen Zusammenhang zwischen Bewegungsverhalten und Herzgesundheit. Zudem lebten die Frauen mit Krafttraining insgesamt gesünder: Sie wogen weniger, bewegten sich häufiger und ernährten sich besser. Die Ergebnisse unterstützen dennoch bekannte Empfehlungen: möglichst wenig sitzen, regelmäßig Ausdauertraining betreiben und zusätzlich die Muskulatur stärken.
Zhang, T. et al.
Resistance Training, Aerobic Activity, Television Viewing, and Risk of Major Cardiovascular Events in U.S. Women
J Am Coll Cardiol
5/2026